Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #719

Multinational Corporations and the EU Emissions Trading System: Asset Erosion and Creeping Deindustrialization?

von Nils aus dem Moore, Philipp Großkurth und Michael Themann

RWI, 11/2017, 47 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-839-4 DOI: 10.4419/86788839

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Zusammenfassung

Diese Studie untersucht die kausalen Auswirkungen des EU Emissionshandelssystems (EU ETS) auf die Anlagenbestände der Unternehmen als Frühindikator für die Standortverlagerung, wobei die Kriterien der Verordnung für die Einbeziehung von Anlagen genutzt werden. Um Unternehmen mit besonders niedrigen Verlagerungskosten, globale multinationale Unternehmen (MNEs), herauszuheben, identifizieren wir Eigentumsstrukturen für die gesamte Stichprobe der EU ETS-Firmen. Abgestimmte Differenzenschätzungen liefern belastbare Beweise, die der Idee einer Erosion der europäischen Vermögensbasis widersprechen. Die Ergebnisse zeigen, dass das EU ETS im Durchschnitt zu einem Anstieg der Vermögensbasis der behandelten Unternehmen um 11,1% geführt hat. Für eine bestimmte Untergruppe von MNEs beträgt dieser Anstieg jedoch nur 1,3 %. Für diese Unternehmen könnte das EU ETS zu einer Verschiebung der Investitionsprioritäten geführt haben. Während der positive Gesamteffekt sehr robust ist, kann der Differenzeffekt für die Untergruppe nicht auf alle Proben ausgedehnt werden.

JEL-Classification: F23, H23, Q54, Q58,

Keywords: EU ETS; cap-and-trade; carbon leakage; multinational corporation

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