Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #680

Outdoor Cooking Prevalence in Developing Countries and its Implication for Clean Cooking Policies

von Jörg Langbein, Jörg Peters und Colin Vance

RWI, 03/2017, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-788-5 DOI: 10.4419/86788788

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Zusammenfassung

Rund 3 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern nutzen täglich Holzbrennstoffe zum Kochen. Auf Grund starken Rauchausstoßes ist dies mit schwerwiegenden negativen Folgen für die Gesundheit verbunden. Um diese Folgen zu verringern, verfolgen, angeführt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weltweit zahlreiche Initiativen die Verbreitung sauberer Kochherde. Diese sind jedoch entweder sehr teuer, wie zum Beispiel elektrische Kochherde, oder benötigen wie bei Flüssiggas eine Zulieferkette, die nur schwer in ländlichen Gegenden zu etablieren ist. Solch eine Fokussierung auf saubere Kochherde vernachlässigt, dass viele Haushalte in Entwicklungsländern nicht im Hause, sondern im Freien kochen, was die Rauchexposition durch bessere Lüftung stark verändert. Wir zeigen anhand unserer Berechnungen, dass für im Freien kochende Haushalte schon die Nutzung von günstigeren Biomasse-Kochherden zu einer erheblichen Verringerung der Rauchexposition führen kann. Die Ergebnisse demonstrieren, dass die Kosteneffektivität bei der Verbreitung von Kochherden erhöht werden kann, wenn der Ort des Kochens und seine Lüftung berücksichtigt wird.

JEL-Classification: Q53, I12, O13

Keywords: Air pollution; health behavior; energy access

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