Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #666

The Different Effect of Consumer Learning on Incentives to Differentiate in Cournot and Bertrand Competition

von Maximilian Conze und Michael Kramm

RGS, TUD, 01/2017, 26 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-773-1 DOI: 10.4419/86788773

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Zusammenfassung

Wir kombinieren zwei Erweiterungen des Duopol Models mit differenzierten Gütern von Dixit (1979), genauer die von Caminal und Vives (1996) und die von Brander und Spence (2015a,b), um den Effekt von (Bayesianisch) lernenden Konsumenten auf Anreize der Firmen zur Produktdifferenzierung im Cournot und im Bertrand Wettbewerb zu analysieren. Die Produkte haben eine unterschiedliche Qualität, Konsumenten kaufen sequentiell und sind unvollständig über die Produktqualität informiert. Bevor die Firmen simultan über ihre produzierten Mengen entscheiden, wählen sie simultan ihre Investitionen in Produktdifferenzierung. "Spätere" Konsumenten können die Konsumentscheidungen "früherer" Konsumenten beobachten und so Information über die Produktqualität erhalten, also Bayesianisch lernen. Im Cournot Wettbewerb mit lernenden Konsumenten ist es wahrscheinlicher, dass Firmen in Produktdifferenzierung investieren, als ohne. Dieses Ergebnis stimmt überein mit dem Wirken des "Recommendation Effects", welcher in Conze und Kramm (2016a) gezeigt und analysiert wird. Wir untersuchen auch den Bertrand Wettbewerb. Hier ist der Effekt von Konsumentenlernen umgekehrt, so dass Differenzierung mit Konsumentenlernen weniger wahrscheinlich ist also ohne. Wir finden demnach einen informationsbasierten Unterschied zwischen Cournot und Bertrand Wettbewerb: im Bertrand Modell erhöht Konsumentenlernen den Wettbewerb, das heißt Produkte sind mit lernenden Konsumenten eher Substitute als ohne, und im Cournot Modell schwächt es ihn ab.

JEL-Classification: L13, L15, D83

Keywords: Principle of minimum differentiation; consumer learning; Bayesian observational learning

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