Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #658

Physician Performance Pay: Evidence from a Laboratory Experiment

von Jeannette Brosig-Koch, Heike Hennig-Schmidt, Nadja Kairies-Schwarz und Daniel Wiesen

UDE, 10/2016, 48 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-764-9 DOI: 10.4419/86788764

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Zusammenfassung

Mit Hilfe eines kontrollierten Experiments präsentieren wir kausale Evidenz zur Wirkung einer leistungsbasierten Vergütung (Pay-for-Performance) auf das Arztverhalten und den Patientennutzen. Auf individueller Ebene führen wir Pay-for-Performance entweder basierend auf einer Einzelleistungsvergütung oder einer Kopfpauschale ein. Die leistungsbasierte Vergütung, die an den Schweregrad der Erkrankung angepasst ist, wird ausgezahlt, sobald die Behandlungsqualität einen bestimmten Schwellenwert erreicht. Wir beobachten, dass Pay-for-Performance die mit der Einzelleistungsvergütung verbundene Überversorgung und die mit der Kopfpauschale verbundene Unterversorgung signifikant reduziert sowie die Patientennutzen im Durchschnitt erhöht. Die Stärke dieser Effekte variiert jedoch mit den Patientencharakteristika. Darüber hinaus finden wir Hinweise darauf, dass Pay-for-Performance Patienten-orientiertes Verhalten verdrängen kann. Implikationen für die Gesundheitspolitik werden diskutiert.

JEL-Classification: C91, I11

Keywords: Fee-for-service; capitation; pay for performance; laboratory experiment; crowding-out

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