Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #646

Informal Care and Long-term Labor Market Outcomes

von Hendrik Schmitz und Matthias Westphal

RGS, RWI, UDE, 10/2016, 52 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-752-6 DOI: 10.4419/86788752

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Zusammenfassung

In diesem Papier wird der langfristige Einfluss von häuslicher Pflege auf das Arbeitsangebot von Frauen (bis zu acht Jahre nach Aufnahme der Pflegetätigkeit) untersucht. Wir vergleichen statische Ergebnisse, die Aufschluss darüber geben, wie sich der Effekt einer Pflegeaufnahme durchschnittlich über die Zeit entwickelt, mit einem teilweise dynamisch geschätzten Ansatz, in dem die Effekte von drei aufeinanderfolgenden Pflegejahren analysiert werden. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Pflege mit einem negativen Effekt auf die Wahrscheinlichkeit, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen, einhergeht. Der Effekt beträgt anfänglich 4 Prozentpunkte (oder 2,4 bis 5,0 Prozentpunkte bei partieller Identifikation anstelle von Punktidentifikation) und ist über die Zeit persistent. Der Effekt auf die Wahrscheinlichkeit im Arbeitsmarkt zu verbleiben ist relativ gering. Allerdings reduziert eine hohe Pflegeintensität substanziell die Wahrscheinlichkeit nach acht Jahren im Arbeitsmarkt verblieben zu sein. Kurzfristige Effekte auf den Stundenlohn werden nicht gefunden, jedoch gibt es beträchtliche Lohneffekte, die nach ein paar Jahren zu Tage treten.

JEL-Classification: I10, I18, C21, J14,

Keywords: Informal care; labor supply; inverse probability weighting; dynamic sequential models

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