Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #644

Inequalities in Educational Outcomes – How Important Is the Family?

von Julia Bredtmann und Nina Smith

RWI, 10/2016, 45 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-749-6 DOI: 10.4419/86788749

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Zusammenfassung

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Korrelation im Bildungserfolg von Geschwistern, welche als umfassendes Maß für die Bedeutung des familiären und sozialen Umfelds für den individuellen Bildungserfolg dient. Neben der Bestimmung der Geschwisterkorrelationen besteht das Ziel der Untersuchungen insbesondere darin, herauszufinden, welche familiären Faktoren für den Zusammenhang im Bildungserfolg von Geschwistern verantwortlich sind. Auf Basis umfangreicher Befragungs- und Registerdaten für Dänemark kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Korrelation im Bildungserfolg von Geschwistern zwischen 15 und 33 Prozent beträgt. Dies bedeutet, dass bis zu einem Drittel des individuellen Bildungserfolgs durch familiäre und umgebungsbezogenen Faktoren erklärt werden kann. Wir finden überdies, dass der sozioökonomische Hintergrund der Eltern einen großen Teil der Geschwisterkorrelation im Bildungserfolg erklären kann. Andere Faktoren, wie die familiäre Situation, das Vorliegen sozialer Probleme sowie die Bildungspräferenzen der Eltern spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für den Bildungserfolg. Diese Faktoren können jedoch lediglich zur Erklärung der Geschwisterkorrelation im unteren Bereich der Bildungsverteilung beitragen.

JEL-Classification: I21, I24, J13

Keywords: Intergenerational mobility; sibling correlations; education

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