Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #638

Does Competition in the Out-Patient Sector Improve Quality of Medical Care? – Evidence from Administrative Data

von Magdalena A. Stroka-Wetsch, Anna Talmann und Roland Linder

RUB, RWI, 09/2016, 19 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-742-7 DOI: 10.4419/86788742

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Zusammenfassung

Im Allgemeinen gilt als eindeutig belegt, dass ein erhöhter Wettbewerb mit sinkenden Preisen und/oder steigender Qualität einhergeht. Da im deutschen Gesundheitssystem Preise für Ärztebehandlungen reguliert sind, kann Wettbewerb in diesem Bereich nur über Qualität ausgeübt werden. Um zu untersuchen ob geringer Wettbewerb, der sich im Extremfall in der Unterversorgung mit sowohl Allgemein- als auch Fachärzten in ländlichen Regionen bemerkbar macht, zu Qualitätsdefiziten führt, analysieren wir den Zusammenhang zwischen der jeweiligen Ärztedichte und der Verschreibung potenziell inadäquater Medikation. Hierzu werden Routinedaten von Deutschlands größter Krankenkasse (der Techniker Krankenkasse) mit über 10 Millionen Versicherten ausgewertet. Diese enthalten u .A. Informationen über die jährlich verschriebenen Tagesdosen von Medikamenten der Priscus-Liste, einer im Jahr 2010 veröffentlichten Aufstellung mit potenziell inadäquater Medikation für ältere Menschen. Die Ergebnisse zeigen signifikante und erhebliche Effekte der Ärztedichte auf die Menge verschriebener Tagesdosen potenziell inadäquater Präparate.

JEL-Classification: I10

Keywords: Priscus-list; inappropriate medication; drugs; fixed-effects; administrative data; elderly; competition; quality of medical supply

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