Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #613

(When) Should a Non-Euro Country Join the Banking Union?

von Ansgar Belke, Anna Dobrzanska, Daniel Gros und Pawel Smaga

UDE, 04/2016, 34 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-710-6 DOI: 10.4419/86788710

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Zusammenfassung

Wir analysieren die Vorteile und Kosten eines Nicht-Euro-Landes, in die Bankenunion einzutreten. Die Entscheidung über einen Eintritt ist abhängig vom Vergleich zwischen der Beurteilung der Attraktivität der Bankenunion und der Robustheit eines nationalen Sicherheitsnetzes. Die Vorteile eines Eintritts sind nach wie vor nur potenziell und ungewiss, während die Kosten konkreter sind. Aufgrund von Vertragsbestimmungen sind Nicht-Euro-Länder, die an der Bankenunion teilnehmen, gegenüber Mitgliedern des Euroraums nicht gleichberechtigt. Die Analyse in diesem Beitrag weist darauf hin, dass eine Reduktion der Schwächen der Bankenunion und damit die Schaffung von Anreizen für einen Eintritt auf kurze Sicht nicht wahrscheinlich ist, vor allem aufgrund politischer Zwänge. Bis eine vollwertige Bankenunion mit gut kapitalisierten Rücklaufsperren erreicht ist, kann es für ein Nicht-Euro-Land optimal sein, der Bankenunion über eine Euro-Einführung beizutreten. Die Beurteilung erster Erfahrungen über das Funktionieren der Bankenunion mit Eintrittsländern wird für Nicht-Euro-Länder bei der Entscheidung über den Eintritt von entscheidender Bedeutung sein.

JEL-Classification: F36, F42, G21, G28

Keywords: Banking union; resolution; supervision; deposit guarantee scheme; euro; ECB

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