Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #608

EU Structural Funds and Regional Income Convergence – A Sobering Experience

von Philipp Breidenbach, Timo Mitze und Christoph M. Schmidt

RUB, RWI, 03/2016, 38 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-705-2 DOI: 10.4419/86788705

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Zusammenfassung

Die europäischen Struktur und Investmentfonds (ESIF) sind das wichtigste Instrument der EU-Regionalpolitik; die europäische Politik setzt große Hoffnungen in die wachstumsstimulierende Wirkung dieser Fördermaßnahmen zur Überwindung der aktuellen wirtschaftlichen Stagnation. Basierend auf einer empirischen Identifikationsstrategie können in diesem Papier keine Belege für positive Förderwirkungen gefunden werden. Werden räumliche Strukturen berücksichtigt, zeigt sich, dass räumlich indirekte Effekte dieses Ergebnis beeinflussen – also solche Regionen weniger wachsen, deren Nachbarn stark gefördert werden. Neben der potenziellen Erklärung, dass Nachbarn gegenseitig ihre Investoren abwerben, legt dieses Resultat nahe, dass hochgeförderte regionale Cluster unter struktureller und technologischer Rückständigkeit leiden, die durch Wachstumsprogramme nicht überwunden werden. Beide möglichen Erklärungen lassen den Schluss zu, dass die Förderung ihr eigentliches Ziel, die Konvergenz der Regionen, verfehlt.

JEL-Classification: C21, R12, R58

Keywords: EU regional policy; Solow growth model; spatial spillovers; panel data

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