Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #600

Did Quantitative Easing Affect Interest Rates Outside the US? – New Evidence Based on Interest Rate Differentials

von Ansgar Belke, Daniel Gros und Thomas Osowski

UDE, 01/2016, 38 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-696-3 DOI: 10.4419/86788696

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Zusammenfassung

Der vorliegende Artikel untersucht die Auswirkungen unkonventioneller geldpolitischer Maßnahmen auf internationale Zinsbeziehungen. Aufbauend auf einer deskriptiven Analyse ergeben sich Hinweise, dass die weltweite Entwicklung der Langfristzinsen vor und während der Finanzkrise von einem globalen Abwärtstrend geprägt war. Unter Berücksichtigung dieser trendmäßigen Zinsreduktionen lässt sich im Rahmen eines Vergleichs der europäischen und amerikanischen Zinsentwicklungen kein separater Effekt des „Quantitative Easings“ der Federal Reserve auf den amerikanischen Zins erkennen. Ausgehend von diesem Ergebnis werden empirisch im Rahmen eines kointegrierten vektorautoregressiven Models („CVAR“) die Auswirkungen des „QE1“- Programms auf die Stabilität der Beziehung zwischen europäischem und amerikanischem Langfristzins untersucht. Die Ergebnisse der Analyse generieren nur geringe Hinweise, dass „QE1“ zu einer Destabilisierung bzw. einem Zerfall der transatlantischen Zinsbeziehung geführt hat. In dieser Hinsicht ergeben sich keine signifikanten Hinweise darauf, dass das „Quantitative Easing“ der Federal Reserve einen unabhängigen bzw. separaten Einfluss auf den amerikanischen Langfristzins hatte.

JEL-Classification: C32, E43, E44, E58

Keywords: Quantitative easing; unconventional monetary policies; time series econometrics; Cointegrated VAR (CVAR); recursive methods

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