Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #598

The Effect of Minimum Wages on Labour Market Flows – Evidence from Germany

von Ronald Bachmann, Marion Penninger und Sandra Schaffner

RWI, 12/2015, 34 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-694-9 DOI: 10.4419/86788694

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Zusammenfassung

In dem Papier werden die Auswirkungen der Mindestlohneinführung im deutschen Bauhauptgewerbe auf Arbeitsmarktdynamiken untersucht, wobei die Analyse von Einstellungen und Trennungen sowie der damit zusammenhängenden Arbeitsmarktübergänge auf Betriebsebene erfolgt. Dabei kommt ein einzigartiger Linked Employer-Employee Datensatz zum Einsatz. Da der Mindestlohn zunächst nur im Bauhauptgewerbe eingeführt wurde, können Betriebe einer anderen Branche als Kontrollgruppe in einem Differenz-von-Differenzen-Ansatz genutzt werden (between-Ansatz). Zusätzlich wird ein within-Ansatz verwendet, bei dem Arbeitnehmer mit relativ hohem Lohn innerhalb des Bauhauptgewerbes als Kontrollgruppe dienen. Während der within-Ansatz zeigt, dass der Mindestlohn Arbeiterflüsse in Ostdeutschland reduzierte, bringt der between-Ansatz positive Effekte auf Arbeitsmarktdynamiken in Westdeutschland zutage. Diese Ergebnisse können auf Ost-West-Unterschiede hinsichtlich der Eingriffsintensität des Mindestlohns sowie die deutlich höhere Anzahl entsendeter Arbeitnehmer in Westdeutschland zurückgeführt werden. Zudem sind spillover-Effekte auf Arbeitnehmer mit relativ hohen Löhnen in Ostdeutschland wahrscheinlich.

JEL-Classification: J23, J38, J42, J63

Keywords: Minimum wage; labour market flows; difference-in-difference; linked employer-employee

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