Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #597

Can Parental Migration Reduce Petty Corruption in Education?

von Lisa Sofie Höckel, Manuel Santos Silva und Tobias Stöhr

RWI, 12/2015, 46 S./p., 10 Euro, ISBN 978-3-86788-693-2 DOI: 10.4419/86788693

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Zusammenfassung

Die schulische Leistung von Kindern hängt stark von deren Förderung durch Familie und Schule ab. Gerade in einkommensschwachen Ländern können Rücksendungen (Remissionen) ausgewanderter Familienmitglieder zusätzliche Mittel für die Bildung der in der Heimat zurückgebliebenen Kinder bereitstellen. Zusätzlich zu diesem Einkommenseffekt beeinflusst die Abwesenheit eines oder mehrerer (ausgewanderter) Elternteile auch die Zeiteinteilung der Familien in Bezug auf Bildung, so dass ein insgesamt negativer Effekt erzielt werden könnte. Viele ökonomische Studien der schulischen Bildung setzen voraus, dass sich die Präferenzen für unterschiedliche Bildungsinvestitionen trotz Migration nicht verändern. In dieser Studie untersuchen wir Daten aus Moldawien, einem der Länder mit der höchsten Emigrationsrate weltweit, mit einem Instrumentalvariablenansatz. Wir gelangen zu dem Ergebnis, dass eine Reduktion der informellen Zahlungen an Lehrer die stärkste migrationsbedingte Reaktion der Haushalte in Bezug auf die Bildung ihrer Kinder ist. Da dies dem positiven Einkommenseffekt durch Migration entgegenläuft, argumentieren wir, dass Migration auch die Präferenzen für Bildungsinvestitionen verändert.

JEL-Classification: F22, I22, D13, H52

Keywords: Migration; emigration; education spending; social remittances; corruption; children left behind

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