Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #592

The Macroeconomics of Radical Uncertainty

von Michael W.M. Roos

RUB, 11/2015, 25 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-687-1 DOI: 10.4419/86788687

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Zusammenfassung

Die Makroökonomik muss radikale Unsicherheit berücksichtigen, wenn sie zur Lösung ernster realer Probleme wie dem Klimawandel beitragen will.
Die Berücksichtigung von radikaler Unsicherheit muss auf zwei Ebenen
erfolgen: der Modellierungsebene und der Ebene der wissenschaftlichen Disziplin. Ich argumentiere in diesem Papier, dass der Komplexitätsansatz, der die Wirtschaft als komplexes adaptives System versteht, besser dafür geeignet ist, mit radikaler Unsicherheit umzugehen, als der DSGE-Ansatz der Mainstream-Makroökonomik. Es folgt ein Überblick über eine Reihe von agentenbasierten Modellen, die ein vielversprechender Startpunkt sind, um radikale Unsicherheit in die Makroökonomik einzubeziehen. Durch eine Diskussion der Finanzkrise und des Klimawandels zeige ich, warum methodologischer Monismus gefährlich ist und weshalb die Makroökonomik mehr Pluralismus und Offenheit gegenüber anderen wissenschaftlichen Ansätzen benötigt. Radikale Unsicherheit und der Komplexitätsansatz haben wichtige Implikationen für die makroökonomische Politik und die Empfehlungen, die Ökonomen politischen Entscheidungsträgern geben können. Unter radikaler Unsicherheit ist es nicht sinnvoll, nach optimalen Politiken zu suchen.

JEL-Classification: B41, B52, B59, C63,

Keywords: Complexity economics; agent-based modeling; complex adaptive systems; non-linear dynamics; climate change; pluralism

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