Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #584

Indirect Fiscal Effects of Long-term Care Insurance

von Johannes Geyer, Peter Haan und Thorben Korfhage

RWI, 11/2015, 30 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-676-5 DOI: 10.4419/86788676

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Zusammenfassung

Die Organisation der Altenpflege stützt sich in vielen Ländern auf die Bereitstellung informeller Pflege durch Familienangehörige. In alternden Gesellschaften gerät dieses System jedoch zunehmend unter Druck, da die Nachfrage nach Pflege steigt und gleichzeitig das Potenzial für Familienpflege sinkt. Die informelle Pflege wird aus fiskalpolitischer Sicht häufig als die kostengünstigste Variante der Altenpflege wahrgenommen. Die Bestimmung der gesamten fiskalischen Kosten erfordert jedoch eine Berücksichtigung von indirekte Kosten der informellen Pflege. Diese entstehen dadurch, dass viele pflegende Angehörige ihr Arbeitsangebot reduzieren, um auf die Doppelbelastung aus Pflege und Lohnarbeit zu reagieren. Dies führt zu geringeren Steuereinnahmen, reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen und höheren Transferzahlungen. In dieser Studie nutzen wir ein strukturelles Modell des Arbeitsangebots und der Pflegearrangements, um diese indirekten fiskalischen Kosten zu quantifizieren. Darüber hinaus nutzen wir das Modell, um zusätzliche fiskalischen Effekte zu diskutieren, die durch eine Nichtinanspruchnahme (non-take up) von formeller ambulanter Pflege entstehen können.

JEL-Classification: J22, H31, I13

Keywords: Labor supply; fiscal effects; long-term care insurance; structural model

Veröffentlicht als:

Geyer, J., P. Haan und T. Korfhage (2017), Indirect Fiscal Effects of Long-term Care Insurance. Fiscal Studies 38 (3): 359-519.

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