Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #578

That’s Just - not Fair: Gender Differences in Notions of Justice

von Nicole Becker, Kirsten Häger und Jan Heufer

RGS, TUD, 09/2015, 72 S./p., 10 Euro, ISBN 978-3-86788-668-0 DOI: 10.4419/86788668

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Zusammenfassung

In Becker et al. (2013a,b) haben wir eine Theorie eingeführt, die das Verhalten in Diktatorspielen als Kombination aus Eigennutz und Gerechtigkeitsvorstellung erklärt. Die Theorie wurde mit Diktatorspielen, Sozialer-Planer-Spielen, und Schleier-der-Ignoranz-Spielen getestet. Hier analysieren wir jetzt Geschlechterunterschiede in den Präferenzen für das Abgeben von Geld und den Gerechtigkeitsvorstellungen in Experimenten mit den selben Daten. Ähnlich wie bei Andreoni und Vesterlund (2001) finden wir einige Unterschiede im Verhalten beim Abgeben von Geld. Die Unterschiede in den Gerechtigkeitsvorstellungen zwischen Männern und Frauen sind noch deutlicher: Frauen tendieren erheblich stärker zu Egalitarismus. Mit unserem Ansatz zur Zerlegung von Präferenzen aus Becker et al. (2013a) und parametrischen Schätzungen zeigen wir, dass Unterschiede im Verhalten beim Abgeben von Geld zwischen Männern und Frauen in Diktatorspielen durch Unterschiede in den Gerechtigkeitsvorstellungen erklärt werden können, aber nicht durch unterschiedliche Grade an Eigennutz. Wir nutzen sowohl parametrische als auch nicht-parametrische Ansätze, welche beide das Ergebnis bestätigen.

JEL-Classification: C91, D12, D61, D63

Keywords: Altruism; dictator games; distribution; experimental economics; gender diff erences; justice; social preferences

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