Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #568

Disentangling Two Causes of Biased Probability Judgment – Cognitive Skills and Perception of Randomness

von Kai Duttle

UDE, 08/2015, 14 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-654-3 DOI: 10.4419/86788654

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Zusammenfassung

Diese experimentelle Studie untersucht die Interaktion zweier Einflussfaktoren auf fehlerhafte Wahrscheinlichkeitsschätzungen. Die Ergebnisse geben Einblick in die Voraussetzungen für eine Verhaltensanwendung der sogenannten Gambler’s Fallacy einerseits, oder aber dem genauen Gegenstück, der Hot Hand Fallacy. Der erste Faktor ist die kognitive Fähigkeit, welche in einem Cognitive Reflection Test gemessen wird. Der zweite ist das Ausmaß der wahrgenommenen Zufälligkeit in den beobachteten Ausgängen. Wahrscheinlichkeitsschätzungen variieren signifikant sowohl über die Zufallswahrnehmungs-Treatments als auch über Gruppen mit guten respektive schlechteren kognitiven Fähigkeiten. Wie in früheren Studien wenden Teilnehmer mit hohen kognitiven Fähigkeiten eher die Gambler’s Fallacy an, jedoch ausschließlich bei geringer Wahrnehmung sequentieller Zufälligkeit. Ist diese jedoch sehr offensichtlich, kann das genau gegenteilige Verhalten beobachtet werden. Ähnlich überraschende Ergebnisse bringt eine Analyse der Auswirkungen von Variationen in der Zufallswahrnehmung bei gleichzeitiger Kontrolle des Einflusses kognitiver Fähigkeiten. Ergebnisse bisheriger Forschung können lediglich für eine Gruppe mit schlechteren Fähigkeiten repliziert werden. Die Schätzungen der Teilnehmer mit besseren Fähigkeiten sind komplett gegensätzlich.

JEL-Classification: C91, D84, J24

Keywords: Law of small numbers; gambler’s fallacy; hot hand effect; cognitive reflection test

Hoch