Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #567

Do Hospitals Respond to Increasing Prices by Supplying Fewer Services?

von Martin Salm und Ansgar Wübker

RWI, 07/2015, 35 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-653-6 DOI: 10.4419/86788653

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Zusammenfassung

Anbieter von medizinischen Leistungen treffen häufig Behandlungsentscheidungen für ihre Patienten und haben die Möglichkeit, bei diesen Entscheidungen ihre eigenen finanziellen Interessen zu berücksichtigen. Klassische Modelle der Theorie der „angebotsinduzierten Nachfrage“ prognostizieren, dass medizinische Anbieter auf höhere Preise reagieren, indem sie weniger Leistungen erbringen. Wir testen diese Vorhersage auf Grundlage einer Reform der Krankenhausfinanzierung in Deutschland. Das Besondere an der Finanzierungsreform in Deutschland ist, dass die Reform die Preise für Krankenhäuser verändert hat - mit steigenden Preisen für einige Krankenhäuser und sinkenden Preisen für andere - ohne dabei die relativen Preise für die Behandlung unterschiedlicher Patientengruppen oder unterschiedlicher Krankheiten zu beeinflussen. Unter Nutzung administrativer Daten finden wir, dass Krankenhäuser tatsächlich weniger Leistungen erbringen, wenn die Preise steigen.

JEL-Classification: I11, L10, L21

Keywords: Physician-induced demand; hospital care; prospective payment

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