Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #564

International Liquidity Shocks and Domestic Loan Supply in the Euro Area

von Lina Zwick

RUB, RWI, 07/2015, 28 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-650-5 DOI: 10.4419/86788650

download

Zusammenfassung

Nach zwei Jahrzehnten zunehmender Finanzmarktintegration, insbesondere getrieben durch den Bankensektor, gab es während der Finanzkrise einen starken Einbruch der internationalen Kapitalflüsse, wobei vor allem solche zwischen Banken betroffen waren. Gleichzeitig hat sich das Wachstum des Kreditvolumens im Euroraum verlangsamt, wodurch Befürchtungen aufkamen, dass die inländischen Banken aufgrund internationaler Liquiditätsengpässe ihre inländische Kreditvergabe einschränken könnten. Um diese Erklärung zu prüfen, analysiert das vorliegende Papier die makroökonomischen Effekte von negativen internationalen Liquiditätsschocks für elf Länder des Euroraums zwischen 2003 und 2013 auf Quartalsebene. Die internationalen Liquiditätsschocks werden mit Hilfe eines VAR mit Vorzeichenrestriktionen identifiziert. Die Analyse zeigt keinen signifikanten Rückgang des Kreditvolumens nach einem solchen Schock. Vielmehr scheinen die inländischen Banken darauf reagiert zu haben, indem sie Geld aus dem Ausland abgezogen und damit den Einfluss auf die heimische Wirtschaft abgedämpft haben.

JEL-Classification: F32, F34, G21

Keywords: International capital flows; Panel VAR; loan supply restrictions; home bias

Hoch