Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #548

Banking Union as a Shock Absorber

von Ansgar Belke und Daniel Gros

UDE, 05/2015, 49 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-626-0 DOI: 10.4419/86788626

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Zusammenfassung

Diese Studie untersucht die Schock-dämpfenden Eigenschaften einer Bankenunion. Zu diesem Zweck zieht sie einen detaillierten Vergleich zwischen der Art, wie regionale Finanzschocks auf Bundesebene der USA absorbiert wurden, und wie diese Schocks in der Eurozone hingegen zu schweren regionalen (nationalen) finanziellen Verwerfungen und Spannungen führten. Die Organe einer Bankenunion, die gerade in der Eurozone entsteht, sollten die Fähigkeit erhöhen, auf künftige regionale Konjunkturschwankungen zu reagieren. Grenzüberschreitende Kapitalströme in Form von Aktienkapital scheinen sehr viel stabiler zu sein, als diejenigen in Gestalt von Krediten, insbesondere Inter-Bank-Krediten. Darüber hinaus lässt eine von Zyklen getriebene Kreditvergabe einen Schuldenüberhang entstehen, welcher im Fall von Verlusten nur durch Insolvenzen „gedeckt“ werden kann. „Equity flows“ hingegen absorbieren automatisch Verluste und bieten den grenzüberschreitenden Eigentümern weiterhin Anreize, die Finanzierung bereitzustellen. Daraus folgt direkt, dass grenzüberschreitende Banken sinnvoll wären, um mit regionalen Schocks umzugehen. Großbanken stellen aber ein "too big to fail" Problem dar und würden regionale Schocks in die ganze Eurozone verbreiten, besonders wenn ihr Ursprung in den großen Ländern liegt.

JEL-Classification: E42, E50, F3, G21

Keywords: Banking union; currency union; default; shock absorber; two-tier reinsurance system

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