Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #552

Parenthood and Risk Preferences

von Katja Görlitz und Marcus Tamm

RWI, 04/2015, 10 S./p., 6 Euro, ISBN 978-3-86788-630-7 DOI: 10.4419/86788630

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Zusammenfassung

Anhand eines umfassenden und repräsentativen longitudinalen Datensatzes wird in der Studie untersucht, wie sich die Risikoeinstellung von Personen ändert, wenn diese Eltern werden. Sowohl Männer als auch Frauen werden mit Eintritt in die Elternschaft deutlich risikoaverser. Die Zunahme der Risikoaversion beginnt bereits etwa zwei Jahre vor der Geburt des ersten Kindes, fällt kurz nach der Geburt am stärksten aus und verschwindet, wenn das Kind älter wird. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die individuelle Risikoeinstellung im Zeitablauf nicht konstant ist, sondern dass Elternschaft einen erheblichen Einfluss auf diese hat. Untersuchungen, die den Einfluss von Risikoaversion auf Verhalten betrachten, sollten in ihrer Interpretation daher vorsichtiger sein, eventuelle Zusammenhänge als kausaler Natur zu bezeichnen.

JEL-Classification: D1, D81, J13, J16

Keywords: Risk aversion; risk preferences; preference stability; parenthood; children; gender differences

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