Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #547

Communication Problems? The Role of Parent-child Communication for the Subsequent Health Behavior of Adolescents

von Daniel Avdic und Tugba Büyükdurmus

RUB, RWI, UDE, 04/2015, 34 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-625-3 DOI: 10.4419/86788625

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Zusammenfassung

Unser Beitrag zur Literatur besteht in einer tiefergehenden Analyse gesundheitlicher Disparitäten im Jugendalter, die mit sozioökonomischen Determinanten in Zusammenhang stehen. Wir gehen der Frage nach, ob und inwiefern die Eltern-Kind-Kommunikation eine zwischengeschaltete Funktion in der Abhängigkeit von sozioökonomischem Status der Familie und Gesundheitsverhalten der Kinder im Jugendalter einnimmt. Die Hypothese, dass die Kommunikation als eine Art Mediator fungiert, resultiert aus den teils gegensätzlichen Befunden empirischer Studien zu diesem Zusammenhang. Unter Verwendung eines einzigartigen Datensatzes einer deutschen Kindergesundheitsstudie (KIGGS) erstellen wir einen Index, der die Qualität der Eltern-Kind-Kommunikation erfasst. Dieser wird durch den Vergleich der Aussagen der Kinder über ihr Wohlbefinden mit denen ihrer Eltern quantifiziert. Unter Verwendung einer empirischen Methode, die den kontinuierlichen Charakter des Kommunikationsindex berücksichtigt und die Schätzung nicht-linearer Zusammenhänge erlaubt, zeigen unsere Ergebnisse, dass eine bessere Eltern-Kind-Kommunikation unabhängig von der sozialen Herkunft mit einer monoton abnehmenden Prävalenz des Rauchens Jugendlicher einhergeht. Während die Beziehung zwischen der Kommunikationsqualität und dem Tabakkonsum eindeutig negativ ist, sind die Zusammenhänge zum riskanten Alkoholkonsum und zu Gewichtsproblemen Jugendlicher weitaus komplexer.

JEL-Classification: C31, D83, I12, I14

Keywords: Child health; health behavior; communication; intergenerational transmission; socioeconomic inequality; continuous treatment effect

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