Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #539

Weather, the Forgotten Factor in Business Cycle Analyses

von Roland Döhrn und Philipp an de Meulen

RWI, 02/2015, 26 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-617-8 DOI: 10.4419/86788617

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Zusammenfassung

Ökonomische Daten werden häufig durch Sonderfaktoren beeinflusst. Ein solcher Faktor ist das Wetter. So können konjunkturelle Indikatoren in Phasen mit ungewöhnlich kaltem oder mildem Wetter trotz Saisonbereinigung in einer Weise verzerrt werden, die es dem Prognostiker erschweren, den zugrundeliegenden konjunkturellen Trend korrekt einzuschätzen. Schreibt man den verzerrten Trend in die Zukunft fort und führt auf Grundlage der fortgeschriebenen Indikatordaten Prognosen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch, besteht die Gefahr, dass auch diese verzerrt werden. Ziel des Aufsatzes ist es zunächst, den Einfluss des Wetters aus den saisonbereinigten Indikatoren der deutschen Konjunktur herauszurechnen und lediglich den verbleibenden Anteil in den Indikatoren in die Zukunft fortzuschreiben. Anschließend wird untersucht, ob die Prognosen des deutschen BIP durch Verwendung dieser Daten verbessert werden können. Es zeigt sich, dass es eine Reihe von Indikatoren gibt, die durch das Wetter signifikant beeinflusst werden, wobei sich die Einflussrichtung zwischen den Indikatoren unterscheidet. Die Prognosen des deutschen BIP werden durch die Verwendung der wetterbereinigten Indikatordaten jedoch nur geringfügig verbessert.

JEL-Classification: C53, E37

Keywords: Weather; short term forecasting; bridge equations; forecast accuracy

Hoch