Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #169

Who Feels Constrained by High Debt Burdens? - Subjective vs. Objective Measures of Household Indebtedness

von Matthias Keese

RGS Econ and University of Duisburg-Essen, 02/2010, 31 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-189-0

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Zusammenfassung

Dieses Papier untersucht, inwieweit sich die Selbsteinschätzungen von Schuldenbelastungen deutscher Haushalte unterscheiden, die bestimmte objektive Schuldenbelastungen haben. Unter Verwendung von Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) zeigt eine ökonometrische Analyse, dass die subjektive Schuldenbelastung nicht nur durch das Verhältnis von laufendem Einkommen, Schuldendienst und, möglicherweise, potenziellem Existenzminimum beeinflusst wird, sondern auch durch Erwartungen über die zukünftigen persönlichen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (vor allem Arbeitslosigkeit) sowie durch weitere unbestimmte Faktoren. Darunter sind auch solche, die nicht im Zusammenhang mit der finanziellen Situation des Haushalts stehen. So berichten Frauen eine signifikant höhere subjektive Schuldenbelastung, wenn der Haushalt mit einem bestimmten Verhältnis von Schuldendienst für Konsumentenkredite und Einkommen konfrontiert ist. Im Falle von Arbeitslosigkeit ist die Selbsteinschätzung der Schuldenbelastung drastisch höher, selbst wenn man die gesamte wirtschaftliche Situation des Haushalts berücksichtigt. Zudem sind einige Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen nachweisbar. Nur einige Unterschiede in der subjektiven Schuldenwahrnehmung können mit persönlichen Eigenschaften (wie Risikoverhalten) und allgemeiner Lebenszufriedenheit erklärt werden.

JEL-Classification: D12, D14, J16

Keywords: Household debt; subjective, objective measures; risk aversion; gender differences

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