Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #491

Does the Letter Matter (and for Everyone)? - Quasi-experimental Evidence on the Effects of Home Invitation on Mammography Uptake

von Vincenzo Carrieri und Ansgar Wübker

RWI, 06/2014, 31 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-560-7 DOI: 10.4419/86788560

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Zusammenfassung

In diesem Papier nutzen wir regionale Unterschiede im Zugang zu Brustkrebs-Screening-Programmen sowie regionale Unterschiede in den altersspezifischen Teilnahmebedingungen, um den kausalen Effekt von schriftlichen Einladungen auf die Teilnahme an Mammographie-Screening-Programmen zu untersuchen. Hierzu werden administrative regionale Daten zu Brustkrebs-Screening-Programmen herangezogen und mit Individualdaten des Survey of Health Ageing and Retirement (SHARE) verknüpft. Wir finden heraus, dass die Einladung zum Screening die Teilnahme am Screening um fast 20 Prozentpunkte erhöht. Gleichzeitig reduziert die Einladung zum Screening bildungsbezogene Ungleichheiten in der Inanspruchnahme, jedoch erhöht sie kognitiv bezogene Ungleichheiten. Signifikante Effekte auf die Mammographieteilnahme werden nur gefunden, wenn mindestens 50 Prozent der Bevölkerung eine Einladung erhält. Unsere Ergebnisse lassen schlussfolgern, dass ein durch die schriftliche Einladung ausgelöster exogener Informationsschock einen starken Einfluss auf Präventionsentscheidungen hat. Diese Schlussfolgerung gilt insbesondere für weniger informierte Personen. Demgegenüber ist die Einladung zum Screening nicht so effektiv, wenn die Frauen weniger in der Lage sind Informationen zu verarbeiten.

JEL-Classification: C10, I 11, I 14, I 1

Keywords: Home invitation; preventive health care; quasi-experiment

Veröffentlicht als:

Carrieri, V. und A. Wübker (2016), Quasi-experimental evidence on the effects of health information on preventive behaviour in Europe. Oxford Bulletin of Economics and Statistics 78 (6): 765-791. DOI: 10.1111/obes.12134 

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