Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #489

Estonia and the European Monetary Union – Are there Benefits from a „Late“ Accession?

von Timo Baas

UDE, 06/2014, 40 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-558-4 DOI: 10.4419/86788558

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Zusammenfassung

Der Beitritt von Estland zur Eurozone verzögerte sich aufgrund der Nichterfüllung des EU-Konvergenzkriteriums zur Preisniveaustabilität auf Januar 2011. Zwischen 2006 und 2011 reduzierte sich der Anteil der Eurozone am Handel Estlands, wodurch sich gemäß der Theorie optimaler Währungsräume die Vorteile eines Beitritts reduzieren. In diesem Artikel werden die Gewinne einer Währungsunion zu unterschiedlichen Beitrittszeitpunkten ermittelt. Wir berücksichtigen hierbei sowohl Umtauschkosten als auch Verwaltungskosten die den Unternehmen durch den Einsatz bzw. die Rechnungsstellung in unterschiedlichen Währungen entstehen. Wir ermitteln trotz sinkender Handelsanteile höhere Gewinne im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt, den Konsum privater Haushalte und den Zuwachs an Investitionen für den späten Beitrittszeitpunkt. Hierzu werden jedoch erhebliche Investitionen in den Kapitalstock benötigt, um die Exportindustrie wettbewerbsfähig zu machen. Ist eine Kreditaufnahme aus dem Ausland nicht oder nur eingeschränkt möglich, so reduzieren sich die Gewinne und ein früherer Beitrittszeitpunkt wäre vorteilhafter.

JEL-Classification: F15, F22, C68, J61,

Keywords: Eurozone; optimum currency areas; international trade; computable equilibrium model

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