Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #458

Who Opts Out of the Statutory Health Insurance? A Discrete Time Hazard Model for Germany

von Christian Bünnings und Harald Tauchmann

University of Duisburg-Essen, RWI, 12/2013, 32 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-517-1 DOI: 10.4419/86788517

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Zusammenfassung

Die Koexistenz von gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Deutschland ist Gegenstand intensiver öffentlicher Debatten. Da lediglich eine Minderheit der Versicherten die Wahl zwischen beiden Systemen hat, wird diese Minderheit oft als privilegiert betrachtet. Auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) und unter Verwendung eines Hazard-Models in diskreter Zeit untersucht dieses Papier die Wirkung von Anreizen, die sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben sowie den Einfluss von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen auf das Wechselverhalten. Um die potenzielle Endogenität des Gesundheitszustandes zu berücksichtigen, wird außerdem ein Instrumenten-Variablen Ansatz verwendet. Die empirischen Ergebnisse liefern robuste Evidenz, dass die Wahl des Krankenversicherungssystems konsistent mit rationalem Entscheidungsverhalten ist und sowohl durch gesetzliche Anreize als auch durch individuelle Persönlichkeitsmerkmale determiniert ist.

JEL-Classification: C13, C23, I13

Keywords: Statutory and private health insurance; incentives; personality traits

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