Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #453

Democratic Peace – A Principal-Agent Approach

von Nadine Leonhardt

University of Duisburg-Essen, 12/2013, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-511-9 DOI: 10.4419/86788511

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Zusammenfassung

Das Papier befasst sich modelltheoretisch mit dem empirischen Phänomen des „Demokratischen Friedens“, der Beobachtung also, dass Demokratien ihre Konflikte in der Regel nicht kriegerisch lösen. Die Grundlage meiner Analyse bildet das Modell von Fearon (1995), ein Verhandlungsspiel mit 2 Parteien und der Möglichkeit, die Verhandlung einseitig abzubrechen und eine Aufteilung durch Krieg herbeizuführen. Fearon zeigt, dass es immer dann zu Krieg kommen kann, wenn der erwartete Gewinn aus der Kriegsoption private Information der Parteien ist. Bei vollkommener Information dagegen wird der Gegner immer genau den erwarteten Gewinn seines Gegenübers anbieten und somit Krieg verhindern. Um herauszufinden, warum Demokratien trotz asymmetrischer Information eine friedliche Lösung finden, modelliere ich explizit die Prinzipal-Agenten Beziehung, die innerhalb einer Demokratie zwischen den Wählern und dem gewählten Regierungschef vorliegt. Es zeigt sich, dass es Demokratien aufgrund der Prinzipal-Agenten Struktur gelingt, ihren Gegnern glaubhaft das minimale Angebot zu signalisieren, welches gerade noch akzeptabel ist und so Krieg zu vermeiden.

JEL-Classification: C78, D74, J52

Keywords: Democratic peace; principal-agent problems; crisis bargaining

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