Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #450

How Much Should an Investor Trust the Startup Entrepreneur? A Network Model

von Anna Klabunde

RUB, 11/2013, 17 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-507-2 DOI: 10.4419/86788507

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Zusammenfassung

Vertrauen ist ein wichtiger Faktor in der Startup-Finanzierung. In einem einfachen agentenbasierten Modell wird untersucht, welches die beste Vertrauensstrategie für eine Gruppe von Investoren ist, und ob es einen einzelnen Investoren besser stellt, wenn er von diesem kollektiven Optimum abweicht. Anfängliches Vertrauen hängt von sozialer Entfernung ab und ist die Voraussetzung für Investitionen. Vertrauen wächst und schrumpft je nachdem, ob ein Investor mit dem Return, den eher von einem Unternehmer erhält, zufrieden ist. Wenn ein Investor unzufrieden ist, beendet er die Investitionsbeziehung. Um die Höhe ihres eigenen Returns einschätzen zu können, kommunizieren Investoren in einer netzwerkartigen Struktur miteinander. Ich zeige, dass es für Investoren als Kollektiv am besten ist, Returns kritisch zu vergleichen um unproduktive Unternehmer zu identifizieren, dann aber Vertrauen nur in kleinen Schritten zu verlieren, um profitable Beziehung nicht wegen geringfügiger negativer Produktivitätsschocks zu beenden. Ein einzelner Investor kann sich jedoch besser stellen, indem er von dieser Strategie abweicht und weniger leicht enttäuscht ist, dafür aber Vertrauen bei Enttäuschung schnell verliert. Gewissermaßen können individuelle Investoren die kritische Bewertung durch die anderen ausnutzen, weil sichergestellt ist, dass unproduktive Unternehmer ohnehin nicht bestehen. Wenn sich allerdings alle Investoren so verhalten, verbleiben zu viele unproduktive Unternehmer im Markt und der durchschnittliche Return der Investoren ist geringer als im kollektiven Optimum.

JEL-Classification: C63, G02, G24, L26

Keywords: Business angel investment; trust; entrepreneurship; agent-based simulation

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