Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #441

Effects of Compulsory Schooling on Mortality – Evidence from Sweden

von Martin Fischer, Martin Karlsson und Therese Nilsson

RGS, University of Duisburg-Essen, 09/2013, 31 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-498-3 DOI: 10.4419/86788498

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Zusammenfassung

In der Theorie existieren verschiedene Erklärungen, warum Bildung Gesundheit positiv beeinflussen sollte, und ein Zusammenhang zwischen beiden wird mittlerweile als empirisch gesichert angesehen. Ob es sich dabei allerdings um eine kausale Beziehung handelt, ist weiterhin umstritten. Studien, die Schulreformen als exogene Variation in der Ausbildungsdauer nutzen um kausale Zusammenhänge zu identifizieren, beziehen sich dabei mehrheitlich auf Änderungen im Schulwesen während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Damit sind Aspekte der Gesundheit, insbesondere die Sterblichkeit, nur über einen begrenzten Zeitraum beobachtbar.

In der vorliegenden Studie werden die Auswirkungen einer Ausdehnung der Schulpflicht um ein Jahr auf Sterblichkeitsraten in Schweden untersucht. 1936 beschloss die schwedische Regierung, das siebte Schuljahr verpflichtend zu machen. Die exakte Einführung des zusätzlichen verpflichtenden Schuljahres oblag allerdings den jeweiligen Schuldistrikten und erstreckte sich über einen Zeitraum von 12 Jahren. Durch Ausnutzung der zeitlichen Variation auf Schuldistriktebene kann eine Reduktion der Mortalität durch eine Ausweitung der Schulpflicht beobachtet werden. Dabei sind Effekte bereits vor dem Erreichen des 30. Lebensjahres beobachtbar und nehmen an Effektgröße bis zum Alter von 55-60 Jahren weiter zu.

JEL-Classification: I12, I14, I18, I21

Keywords: Returns to schooling; education reform; mortality

Hoch