Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #438

Unstructured Bargaining over an Endogenously Produced Surplus and Fairness Ideals – An Experiment

von Wolfgang J. Luhan, Odile Poulsen und Michael W.M. Roos

RUB, 08/2013, 40 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-495-2 DOI: 10.4419/86788495

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Zusammenfassung

Fairness-Überlegungen spielen in freien, unstrukturierten Verhandlungssituationen eine wichtige Rolle. Wenn allerdings der Gegenstand der Verhandlung durch unabhängige, individuelle Leistungen beider Verhandlungspartner produziert wurde, dann könnten verschiedene Fairness-Ideale relevant werden. Je nachdem, wie viel einer der Partner produziert hat, und je nachdem wie die jeweiligen Ansprüche aussehen, ergeben sich unterschiedliche „faire“ Verteilungen als Verhandlungsergebnis. In unserem Experiment werden zunächst die Individuellen Fairness Ideale der Teilnehmer mithilfe eines Fragebogens bestimmt. Danach folgt eine Produktionsphase, in der die Teilnehmer durch Glück, Talent und Anstrengung ihren Beitrag produzieren. Der Focus unserer Studie liegt auf der abschließenden Verhandlungsphase und dem Einfluss der ex-ante erhobenen Fairness-Ideale auf das individuelle Verhandlungsverhalten. Die beobachteten Forderungen in den Verhandlungen weichen signifikant von den angegebenen Fairness-Idealen der Teilnehmer ab und sind stark korreliert mit dem individuellen Beitrag – besonders wenn dieser höher war als der des jeweiligen Verhandlungspartners. Diese Ergebnisse stehen im Kontrast zur bisherigen Literatur zu Fairness-Idealen und unterstützen die bisherigen Ergebnisse zur sebstdienlichen verzerrten Wahrnehmung.

JEL-Classification: C91, D39, D63

Keywords: Fairness; unstructured bargaining; self-serving fairness; opportunism

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