Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #419

The Legacy of Conflict – Regional Deprivation and School Performance in Northern Ireland

von Neil T.N. Ferguson und Maren M. Michaelsen

RUB, 07/2013, 30 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-474-7 DOI: 10.4419/86788474

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Zusammenfassung

Die ökonomische Literatur, die sich mit dem Zusammenhang von sozialer Deprivation und Bildung beschäftigt, approximiert soziale Deprivation überwiegend durch finanziellen Wohlstand oder Einkommen. Ergänzend dazu verwenden wir ein multi-dimensionales Maß welches regionale Arbeitslosigkeit, Einkommen, Gesundheit, Wohnumfeld, Kriminalität, Zugang zu Dienstleistungen und Bildungsstand betrachtet. Auf Basis Nordirischer Grundschul-Paneldaten schätzen wir Error-component Two-Stage Least Squares Modelle, die für unbeobachtbare Heterogenität und verschiedene Formen von Selektion kontrollieren. Dies ermöglicht es, den kausalen Effekt von regionaler Deprivation auf Grundschulergebnisse zu idenitifizieren. Wir nutzen Daten über den nun fast 20 Jahre zurückliegenden gewalttätigen Konflikt, bekannt als “The Troubles”, als Instrumente, um sowohl den Effekt von multipler Deprivation als auch den zusätzlichen Effekt der einzelnen Dimensionen zu schätzen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass vor allem Bildungsdeprivation und regionale Kriminalität einen zusätzlichen Einfluss auf Schulergebnisse haben, und nicht, wie vorherige Studien zeigen, finanzielle Deprivation. Wir schließen daraus, dass das Heranziehen von finanziellen Kennzahlen zur Approximation von sozialer Deprivation in Studien solcher Art nur begrenzt einsetzbar ist und dass politische Maßnahmen, die sich einzig auf die Umverteilung von Einkommen stützen, um Bildungsergebnisse zu verbessern, nur eingeschränkt erfolgsversprechend sind.

JEL-Classification: I24, R23

Keywords: Violent conflict; regional deprivation; human capital accumulation; Northern Ireland

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