Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #421

Causal Effects of Educational Mismatch in the Labor Market

von Jan Kleibrink

RUB, 07/2013, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-477-8 DOI: 10.4419/86788477

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Zusammenfassung

In diesem Papier wird das Zusammenwirken der Ausbildung von Arbeitnehmern und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt analysiert. Auf Grundlage von Daten des deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) werden die Lohnauswirkungen von Überqualifikation untersucht. Überqualifikation beschreibt eine Situation, in der ein Arbeitnehmer einen höheren Bildungsabschluss hat, als er für seinen Beruf benötigt. In einer breit angelegten empirischen Strategie, die dem Problem der unbeobachtbaren Heterogenität Rechnung trägt, werden Fixed-Effects Regressionen und Instrumentenschätzer genutzt, um kausale Lohneffekte der Überqualifikation zu identifizieren. In einem weiteren Schritt werden durch die Nutzung von Daten des International Adult Literacy Surveys (IALS) ansonsten unbeobachtbare Unterschiede in nicht-schulischer Qualifikation sichtbar gemacht, um eine weitere Absicherung der zuvor gefundenen Effekte zu haben. Die Ergebnisse zeigen, dass Überqualifikation zu niedrigeren Löhnen führt als angemessene job matches, also Situationen, in denen die erzielte Bildung perfekt zu den Anforderungen des Berufes passt. Diese Unterschiede sind nicht auf unbeobachtbare Heterogenität zurück zu führen. Dieses Ergebnis führt zur Verwerfung der Human Capital Compensation Hypothesis, die besagt, dass überqualifizierte Personen Defizite in anderen Bereichen auszugleichen versuchen. Stattdessen deuten die Ergebnisse auf ein Problem im Zusammenwirken des deutschen Ausbildungssystems und des deutschen Arbeitsmarktes hin, da es einen großen Anteil von Arbeitnehmern gibt, die mehr Ausbildung genossen haben, als sie produktiv einsetzen können. Dies führt zu einer systematischen Fehlallokation von Ressourcen.

JEL-Classification: I14, I21, J31

Keywords: Wages; educational mismatch

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