Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #414

How do Non-Monetary Performance Incentives for Physicians Affect the Quality of Medical Care? – A Laboratory Experiment

von Nadja Kairies-Schwarz und Miriam Krieger

University of Duisburg-Essen, 05/2013, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-469-3 DOI: 10.4419/86788469

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Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren wurden in mehreren Ländern nicht-monetäre Leistungsanreize für Anbieter medizinischer Leistungen eingeführt, um die medizinische Versorgungsqualität zu verbessern. Die Wirkung nicht-monetärer Feedback-Anreize, vorwiegend in Form von öffentlichen Qualitätsberichten implementiert, ist jedoch nicht eindeutig belegt. Dies ist häufig darauf zurückzuführen, dass es in empirischen Studien bisher nicht gelang, die Effekte monetärer und nicht-monetärer Anreizen – in der Praxis meist gemeinsam implementiert – voneinander zu trennen. Wir führen ein kontrolliertes Laborexperiment durch, um den Einfluss von nicht-monetären Leitungsanreizen zu isolieren: Teilnehmer nehmen die Rolle eines Arztes ein und treffen Behandlungsentscheidungen für Patienten, wobei sie Feedback über die Qualität ihrer Behandlung erhalten. Die Entscheidungen der Teilnehmer führen zu Zahlungen an reale Patienten. Indem wir entweder privates oder öffentliches Feedback geben, können wir die Motivationseffekte von Selbstwertgefühl und sozialer Reputation voneinander trennen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass öffentliche Feedback-Anreize einen signifikant positiven Effekt auf die bereitgestellte Behandlungsqualität haben. Privates Feedback hingegen hat keinen Einfluss auf die Behandlungsqualität. Diese Resultate gelten für Medizinstudenten sowie andere Studenten.

JEL-Classification: I11, C91, L15, I18

Keywords: Laboratory experiment; quality reporting; feedback; treatment quality; performance incentives

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