Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #411

Biting Back at Malaria – Self-Medication, Traditional Healers, and the Public Sector

von Alfredo Paloyo und Arndt R. Reichert

RWI, 04/2013, 29 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-466-2 DOI: 10.4419/86788466

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Zusammenfassung

Durch Malaria sterben täglich etwa 1500 Kinder. In dem vorliegenden Artikel werden DHS (Demographic and Health Surveys)-Daten ausgewertet, um die Malariabehandlungspraxis verschiedener Leistungserbringer in Subsahara-Afrika zu vergleichen. Zur Untersuchung von Qualitätsunterschieden zwischen den Anbietern (öffentliche medizinische Versorgungszentren, traditionelle Heiler, etc.) werden die Wahrscheinlichkeiten geschätzt, dass unwirksame Malaria-Medikamente wie Chloroquin in Gebieten mit bekannter Chloroquin-Resistenz verabreicht werden und dass Kinder mit einer Fieberepisode in den vergangenen zwei Wochen keine Malaria-Symptome mehr haben. Die Ergebnisse zeigen, dass das Aufsuchen der meisten Gesundheitsleistungsanbieter die Wahrscheinlichkeit der Einnahme von (wirksamen) Malaria-Medikamenten im Vergleich zur Selbstbehandlung signifikant erhöht und die Wahrscheinlichkeit der Einnahme von Chloroquin signifikant verringert. Das Aufsuchen eines traditionellen Heilers hingegen bleibt wirkungslos.

JEL-Classification: I11, I14, O15, O57

Keywords: Quality of care; health care providers; health inequalities; malaria; sub-Saharan Africa; child health

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