Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #410

Bridge Unemployment in Germany: Response in Labour Supply to an Increased Early Retirement Age

von Matthias Giesecke und Michael Kind

RWI, University of Duisburg-Essen, RGS Econ, 03/2013, 34 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-465-5 DOI: 10.4419/86788465

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Zusammenfassung

In Deutschland wurde die Altersgrenze für Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit von 60 auf 63 Jahre angehoben. In der vorliegenden Studie wird untersucht, inwieweit sich die Anhebung dieser Altersgrenze auf die Wiederbeschäftigung von Männern auswirkt, die kurz vor dem Erreichen dieser Grenze arbeitslos wurden. Durch die Anhebung der Altersgrenze wird die Dauer bis zur Erreichung des Renteneintrittsalters aus Sicht der kürzlich in Arbeitslosigkeit eingetretenen Individuen exogen verlängert. Mit Hilfe der Verweildaueranalyse werden in dieser Studie die Auswirkungen der Reform auf die Wiederbeschäftigung und auf den Austritt aus dem Erwerbsleben untersucht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Wiederbeschäftigungswahrscheinlichkeit steigt. Ältere Arbeitslose finden wahrscheinlicher eine neue Beschäftigung, wenn der zeitliche Horizont bis zur Rente verlängert wird. Eine Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit, den Arbeitsmarkt zu verlassen, kann jedoch nicht identifiziert werden.

JEL-Classification: J14, J26, J64

Keywords: Labour supply; retirement behaviour; old age unemployment; duration analysis

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