Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #408

High-Impact Minimum Wages and Heterogeneous Regions

von Philipp vom Berge, Hanna Frings und Alfredo Paloyo

RWI, RUB, 03/2013, 39 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-463-1 DOI: 10.4419/86788463

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Zusammenfassung

In diesem Papier werden die Lohn- und Beschäftigungseffekte des Mindestlohns im deutschen Bauhauptgewerbe untersucht. Hierzu werden, basierend auf Individualdaten, Diskontinuitäten der Mindestlohnbetroffenheit auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte ausgenutzt. Gleichzeitig kontrollieren wir für unbeobachtbare regionale Unterschiede und mögliche Spillover-Effekte an den Grenzen der einzelnen Kreise. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einführung des Mindestlohns in Ostdeutschland zu einer schnelleren Anhebung des Lohnniveaus geführt hat, während im Westen diesbezüglich kein Effekt zu erkennen ist. Bezogen auf das Beschäftigungswachstum kann festgehalten werden, dass bei einer Steigerung der Mindestlohnbetroffenheit um eine Standardabweichung die Wachstumsrate der Beschäftigung um ungefähr die Hälfte abnimmt. Dies entspricht ca. 2,6 bis 3,1 Prozentpunkten. Für Westdeutschland ist auch hier kein signifikanter Effekt beobachtbar.

JEL-Classification: J31, J38

Keywords: Construction sector; Germany; minimum wage; spatial heterogeneity; spatial panel data

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