Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #406

It’s the Debt-Growth Nexus Again – Evidence from a Long Panel of Regional-Government Liabilities

von Timo Mitze und Florian Matz

RWI, 03/2013, 20 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-461-7 DOI: 10.4419/86788461

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Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit untersucht den lang- und kurzfristigen Zusammenhang zwischen öffentlicher Verschuldung und wirtschaftlicher Entwicklung für deutsche Bundesländer im Zeitraum 1970 bis 2010. Das Ziel der Analyse ist es, durch die Verwendung von Bundeslanddaten mit sehr ähnlichen institutionellen Eigenschaften die bisherigen empirischen Befunde auf Basis internationaler Querschnittsuntersuchungen zu ergänzen. Wir verwenden ein dynamisches Fehlerkorrekturmodell, welches für heterogene Schätzkoeffizienten und unbeobachtete Korrelationen zwischen den Querschnittseinheiten kontrolliert. In Übereinstimmung mit keynesianischen Erklärungsansätzen weisen unsere empirischen Ergebnisse in der kurzen Frist auf einen nicht-linearen Zusammenhang zwischen der Veränderung im öffentlichen Schuldenstand und Wirtschaftswachstum hin. Dabei fördert eine Ausweitung der öffentlichen Neuverschuldung bis zu einem Schwellenwert temporär das Wirtschaftswachstum, wirkt darüber hinaus jedoch wachstumshemmend. In der langen Frist zeigen unsere Ergebnisse zudem einen deutlich negativen Einfluss der Staatsverschuldung auf die regionale Wirtschaftliche Entwicklung. Mit Hilfe eines einfachen Gedankenexperiments zeigen wir schließlich, dass dieser negative Langfristzusammenhang bei der Erklärung der unterschiedlichen Einkommensverteilung zwischen den deutschen Bundesländern nicht zu vernachlässigen ist. Hinsichtlich wirtschaftspolitischer Empfehlungen legen die Ergebnisse diese Studie daher nahe, stärker als bisher fiskalpolitische Regeln zur Begrenzung der Staatsverschuldung bei Länderhaushalten zu etablieren.

JEL-Classification: C23, R11, R50, E62

Keywords: Government debt; economic growth; German states; panel data; unobserved common factors

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