Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #403

Commitment Problems and War in International Bargaining

von Erwin Amann und Nadine Leonhardt

University of Duisburg-Essen, 02/2013, 15 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-458-7 DOI: 10.4419/86788458

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Zusammenfassung

Plötzliche und substantielle Verlagerungen der militärischen Stärke zwischen Staaten gelten in der relevanten Literatur als mögliche Ursache von Präventionskriegen. Formal betrachtet kann eine Verlagerung der militärischen Stärke zu einer Veränderung der relativen Verhandlungsposition führen. Dies bedeutet, dass ein militärisch schwächer werdender Staat befürchten muss, in zukünftigen Verhandlungen mit einem militärisch stärker werdenden Staat, ein schlechteres Verhandlungsergebnis zu erzielen. Wenn der stärker werdende Staat nicht glaubhaft versichern kann, seine Stärke nicht zu nutzen, um in Zukunft ein besseres Ergebnis zu erreichen, kann es aus Sicht des schwächer werdenden Staates rational sein, durch sofortigen Krieg, seine gegenwärtige Stärke auszunutzen, um ein Ergebnis herbeizuführen, das in Zukunft durch Verhandlung nicht mehr möglich ist. Wir erweitern das in der Literatur etablierte Verhandlungsmodell und zeigen, dass eine plötzliche und substantielle Verlagerung der militärischen Stärke nicht der einzige Grund ist, warum es zu einem Präventionskrieg kommen kann. Zudem untersuchen wir weitere Gründe, die zu einer veränderten Verhandlungsposition führen können und finden heraus, dass selbst eine deutliche Verschiebung der relativen Verhandlungsposition im Gleichgewicht nicht notwendigerweise Krieg zur Folge hat.

JEL-Classification: C78, D74, J52

Keywords: Bargaining; commitment problems; shifts in power

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