Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #393

Who Does the Shopping? – German Time-use Evidence, 1996–2009

von Vivien Procher und Colin Vance

RWI, 01/2013, 17 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-448-8 DOI: 10.4419/86788448

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Zusammenfassung

Während sich in den Industrieländern die Erwerbsquoten von Frauen und Männern immer mehr angleichen, besteht eine geschlechterspezifische Disparität bei unbezahlter Arbeit auch weiterhin. Insbesondere Einkäufe und typische Haushaltsbesorgungen bleiben zeitintensive Aktivitäten, die noch immer weitestgehend von Frauen unternommen werden, und dies ungeachtet ihrer jeweiligen Erwerbssituation. In der vorliegenden Studie werden ökonometrische Methoden zur Paneldaten-Analyse verwandt, um die geschlechterspezifische Ungleichheit im Einkaufsverhalten zwischen Paaren genauer zu untersuchen. Die Analyse umfasst 4,175 Paare, die zwischen 1996 und 2009 an einer Befragung des Deutschen Mobilitätspanels teilgenommen haben. Während Frauen immer noch mehr Zeit für Haushaltsbesorgungen aufwenden, kann gezeigt werden, dass die Differenz zwischen Mann und Frau im Untersuchungszeitraum abgenommen hat, und dies gilt insbesondere bei Familien mit Kindern. Zu den wichtigsten Determinanten des Einkaufsverhaltens in Deutschland zählen der jeweilige Erwerbstatus von Mann und Frau, sowie die Anzahl der Kinder im Haushalt. Zudem wird das intrafamiliäre Einkaufsverhalten maßgeblich durch Führerscheinbesitz und freien Zugriff auf einen Pkw beeinflusst.

JEL-Classification: D13, J16

Keywords: Shopping; Time-use; gender differences

Veröffentlicht als:

Procher, V. und C. Vance (2013), Who does the shopping? German time-use evidence, 1996-2009. Transportation Research Record 2357 : 125-133.

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