Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #378

Mental Health and Labour Supply – Evidence from Mexico‘s Ongoing Violent Conflicts

von Maren M. Michaelsen

RUB, 10/2012, 41 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-433-4 DOI: 10.4419/86788433

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Zusammenfassung

In Mexico beherrschen seit vielen Jahren gewalttätige Konflikte zwischen Drogenkartellen den Alltag. Dies führt zu großem Leid bei direkten und indirekten Opfern. Es existiert allerdings nur eine geringe Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten, die die monetären und nicht-monetären Konsequenzen identifizieren und quantifizieren. Die vorliegende Arbeit benutzt Daten des Mexican Family Life Survey für die Jahre 2002 und 2005 und identifiziert den kausalen Effekt von mentaler Gesundheit auf das individuelle Arbeitsangebot. Dabei wird sowohl die extensive Marge als auch die intensive Marge betrachtet. Maßzahlen der gewalttätigen Konflikte auf Mikro- und Makroebene, nämlich Mordstatistiken und die Anwesenheit von bewaffneten Gruppen in der Nachbarschaft der befragten Personen, dienen als Instrumente für mentale Gesundheit. Die Ergebnisse weisen einen signifikanten negativen Effekt der Konflikte auf Angstzustände von Männern und Frauen auf. Auf Basis von IV-Tobit Modell-Ergebnissen zeigt sich, dass ein schlechterer mentaler Gesundheitszustand das individuelle Arbeitsangebot von Männern stark senkt. Die Ergebnisse zeigen, dass Mexikos Bevölkerung nicht nur durch die Konflikte im Sinne von schlechterer mentaler Gesundheit leidet, sondern auch indirekt durch geringeres Einkommen, das aufgrund von weniger Arbeit erzielt wird. Dies könnte langfristig negative Auswirkungen auf die soziale Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum in Mexiko haben.

JEL-Classification: J22, I19, O12, D74

Keywords: Mental health; labour supply; violent conflict; Mexico

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