Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #366

Multigenerational Living Arrangements among Migrants

von Regina Flake

RWI, RUB, RGS Econ, 09/2012, 37 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-420-4 DOI: 10.4419/86788420

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Zusammenfassung

Das Zusammenleben mehrerer Generationen einer Familie in einem Haushalt ist in Deutschland bei Migranten signifikant weiter verbreitet als bei der einheimischen Bevölkerung. Migranten könnten diese Haushaltsform wählen, um wirtschaftliche Einschränkungen zu kompensieren. Diese Hypothese wird getestet, indem die wirtschaftlichen Verhältnisse in Mehrgenerationenhäusern analysiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass in Mehrgenerationenhaushalten von Migranten signifikant mehr Haushaltsmitglieder zum Haushaltseinkommen beitragen als in vergleichbaren einheimischen Haushalten – insbesondere in Haushalten unter der Armutsgefährdungsgrenze. Darüber hinaus gehören Migrantenkinder in Mehrgenerationenhäuser signifikant seltener zur Erwerbsbevölkerung als einheimische Kinder oder Migrantenkinder in anderen Haushaltsformen. Somit liefert diese Studie Hinweise darauf, dass bei Migranten eine Korrelation zwischen den wirtschaftlichen Verhältnissen und der Wohnform besteht.

JEL-Classification: F22, J12, J20, J30

Keywords: Migration; household structure; integration

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