Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #332

Call Me if You Can – An Experimental Investigation of Information Sharing in Knowledge Networks

von Christoph Helbach, Klemens Keldenich, Michael Rothgang und Guanzhong Yang

University of Duisburg-Essen, RGS Econ, RWI, 04/2012, 35 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-381-8 DOI: 10.4419/86788381

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Zusammenfassung

Die folgende Situation ist typisch für die öffentliche Förderung von Forschungscluster- und Netzwerkorganisationen: Der Austausch von Informationen zwischen den Akteuren (Unternehmen und Forschungseinrichtungen) ist eine zentrale Funktion dieser Netzwerke. Eine anfängliche Netzwerkstruktur ist über einen langen Zeitraum entstanden und Politikmaßnahmen beeinflussen die Struktur der Verbindungen zwischen den Akteuren. Der Einfluss dieser neuen Netzwerkstruktur auf die Effektivität des Informationsflusses ist unklar. Da es schwierig ist, einen solchen Einfluss der Änderung der Netzwerkstruktur im Feld zu beobachten, wird im vorliegenden Papier ein Laborexperiment benutzt, um die Informationsausbreitung in vier verschiedenen Netzwerkstrukturen zu untersuchen. Netzwerke werden als Gruppen mit je fünf Akteuren modelliert, wobei jeder Teilnehmer einen Knoten darstellt und private Information besitzt. Die experimentellen Resultate zeigen, dass die Netzwerkstruktur tatsächlich den Informationsaustausch beeinflusst. Sowohl zu viele mögliche Verbindungen (durch Verursachen eines Koordinationsproblems) und zu wenige mögliche Verbindungen (durch Verursachen von Engpässen) erschweren den Informationsfluss. Die Teilnehmer in allen Netzwerkstrukturen lernen mit der Zeit und erreichen einen schnelleren Informationsaustausch in späteren Runden. Diese Resultate deuten darauf hin, dass man bei der Beeinflussung von Kommunikationsstrukturen die positiven und negativen Effekte des Hinzufügens von Kommunikationsmöglichkeiten gegeneinander abwägen muss.

JEL-Classification: C93, D70, D81

Keywords: Network; communication; laboratory experiment; information flow

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