Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #322

Group Membership and Communication in Modified Dictator Games

von Klemens Keldenich

University of Duisburg-Essen, RGS Econ, 03/2012, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-371-9 DOI: 10.4419/86788371

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Zusammenfassung

Diese Studie untersucht mittels eines Laborexperiments die Frage, ob Gruppenzugehörigkeit das individuelle Verhalten in modifizierten Diktatorspielen verändert. In der Studie wird ein „within-subject“ Design verwendet: In der ersten Runde entscheidet jeder Teilnehmer individuell; in der zweiten Runde werden die Teilnehmer in Gruppen mit je drei Mitgliedern aufgeteilt und eine Person pro Gruppe wird zufällig ausgewählt, um die Entscheidung zu treffen („hierarchische Entscheidungsregel“). In der dritten Runde ist zusätzlich Kommunikation in der Gruppe vor der Entscheidung möglich und in der vierten Runde werden die Entscheidungen wieder individuell getroffen. Im Ergebnis bestimmt der Grad der Salienz von Gruppenzugehörigkeit den Einfluss von Gruppenzugehörigkeit auf das Verhalten. Diktatoren verhalten sich eigennütziger, wenn sie Mitglied einer Gruppe sind, in der nicht kommuniziert werden darf. Wenn aber Kommunikation erlaubt ist, unterscheiden sich Entscheidungen als Gruppenmitglied nicht von individuellen Entscheidungen. Eine Analyse der Kommunikationsinhalte zeigt, dass Gruppen Wert darauf legen, einen Konsens zu erzielen, obwohl die Kommunikation nicht bindend und somit nicht auszahlungsrelevant ist.

JEL-Classification: C91, C92, D71

Keywords: Group decision making; social comparison; leadership; communication

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