Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #270

Does Delegation Help to Prevent Spiteful Behavior?

von Christian Rusche

TU Dortmund, 07/2011, 33 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-315-3

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Zusammenfassung

Wie Leininger (2003) beschreibt, besteht die evolutionär stabile Strategie gemäß dem direkten evolutionären Ansatz in einem 2-Spieler Tullock-Contest darin, sich wie ein relativer Auszahlungsmaximierer zu verhalten. Der indirekte evolutionäre Ansatz sagt voraus, dass die evolutionär stabilen Präferenzen negativ interdependent sind. Mittels beider Ansätze kann man erklären, dass sich die beteiligten Spieler zu aggressiv verhalten und dadurch bereit sind ihre absolute Auszahlung zu verringern, wenn der Gegner einen höheren Verlust zu verzeichnen hat. Um dieses boshafte Verhalten zu internalisieren, werden die Spieler verpflichtet einen Delegierten zu entsenden, der für sie am Contest teilnimmt. Der vorliegende Artikel zeigt, dass durch eine verpflichtende Machtübertragung die negativen Auswirkungen von negativen interdependenten Präferenzen vollständig aufgehoben und sogar überkompensiert werden können. Dieses Resultat gilt nur beim Einsatz so genannter „no-win-no-pay“ Verträge. Allerdings werden beide Spieler vor die Wahl zwischen den genannten Verträgen und Kontrakten, die den Abgesandten nach seinem relativen Erfolg entlohnen, gestellt. Diese „relativen Verträge“ führen zu einem aggressiveren Verhalten der Agenten, weshalb sie von den Prinzipalen bevorzugt werden. Dadurch sinkt die materielle Auszahlung der Delegierenden. Dennoch ist ihre absolute Auszahlung so hoch wie in einem Contest, bei dem nur Spieler teilnehmen, die ihren absoluten Payoff maximieren.

JEL-Classification: C72, D72, M52

Keywords: Contest; strategic delegation; spite; agency theory

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