Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #269

Crime, Inequality, and the Private Provision of Security

von Jan Heufer

TU Dortmund, 07/2011, 44 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-314-6

download

Zusammenfassung

In diesem Artikel wird Kriminalität als Spiel modelliert, in welchem wohlhabenere Opfer mehr Gewinn erbringen; dieser Gewinn nimmt aber ab, je mehr Kriminelle sich auf wohlhabene Opfer konzentrieren. Private Sicherheitsdienstleister bieten Schutz gegen Kriminalität an und stehen im Cournot-Wettbewerb miteinander. Das Modell erlaubt die Untersuchung markträumender Preise für Sicherheitsdienstleistungen. Das Modell impliziert unter anderem, dass steigende Ungleichheit der Einkommensverteilung zu höheren Ausgaben für Sicherheitsdienstleistungen führt, und dass die oberen Einkommensschichten unter dem gleichen oder sogar geringeren Maß an Kriminalität leiden als mittlere Einkommensschichten. Es zeigt sich, dass steigende Ungleichheit Kriminalität sogar reduzieren kann, wenn (i) legale Einkommensmöglichkeiten des marginalen Kriminellen steigen und/oder (ii) der Grenznutzen des Einkommens abnimmt und wohlhabendere Individuen einen höheren Anteil ihres Einkommens für (superiore) Sicherheitsdienstleistungen ausgeben. Mittlere Einkommensschichten können bei steigender Ungleichheit unter mehr Kriminalität leiden, da steigende Ausgaben für Sicherheit durch höhere Einkommensschichten (i) Kriminalität auf niedrigere Einkommensschichten verlagern und (ii) den Marktpreis für Sicherheitsdienstleistungen erhöhen. Emigration der mittleren Einkommensschichten kann dann zu einem weiteren Anstieg der Ungleichheit führen.

JEL-Classification: D10, D30, D40, K42

Keywords: Crime; inequality; competition of security companies; private enforcement of law; private provision of security

Hoch