Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #260

Do Guns Displace Books? – The Impact of Compulsory Military Service on Educational Attainment

von Thomas K. Bauer, Stefan Bender, Alfredo Paloyo und Christoph M. Schmidt

RWI, RUB, RGS Econ, 05/2011, 22 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-304-7

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Zusammenfassung

Junge Männer werden typischerweise in einer Lebensphase zum Pflichtwehrdienst herangezogen, in der sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Lernfähigkeiten und -kompetenzen befinden. Nachlassende Fähigkeiten und ein verzögerter Eintritt in den zivilen Arbeitsmarkt lassen geringere Erträge aus Humankapitalinvestitionen erwarten, so dass mit einer verminderten Nachfrage nach höherer Bildung zu rechnen ist. Andererseits könnte in der Aufnahme eines Studiums die Möglichkeit gesehen werden, der Einziehung zu entgehen, was zu einer erhöhten Nachfrage nach höherer Bildung führen könnte. Um den kausalen Einfluss des Wehrdiensts auf die Wahrscheinlichkeit, einen Universitätsanschluss zu erlangen, zu ermitteln, nutzen wir die besondere Gesetzeslage bei Einführung der Wehrpflicht in Deutschland im Jahre 1956 in einem Regression-Discontinuity-Design aus. Unsere Schätzergebnisse zeigen, dass Wehrdienst die Wahrscheinlichkeit eines Universitätsabschlusses erhöht.

JEL-Classification: I28, J24

Keywords: Regression discontinuity; conscription; career interruption; skill atrophy; TS2SLS

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