Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #234

Broke, Ill, and Obese: The Effect of Household Debt on Health

von Matthias Keese und Hendrik Schmitz

UDE, RGS Econ, RWI, 12/2010, 28 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-268-2

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Zusammenfassung

Wir untersuchen den Einfluss von privater Haushaltsverschuldung auf verschiedene Gesundheitsvariablen mit Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) von 1999-2009. Um kausale Aussagen treffen zu können, nutzen wir: (a) Fixed-effects Panel-Regressionen, (b) ein Sample von Personen mit ununterbrochener Erwerbstätigkeit während des Beobachtungszeitraums sowie (c) Verschuldungsvariablen früherer Perioden, damit umgekehrte Kausalität ausgeschlossen werden kann. Wir nutzen verschiedene Maße für Haushaltsverschuldung, wie die prozentuale Belastung des Haushaltsbudgets mit Rückzahlungen für Konsumenten- und Immobilienkredite (als Indikatoren für den Grad der Haushaltsverschuldung) sowie eine binäre Variable für relative Überschuldung (als Indikator für eine prekäre Verschuldungssituation). Wir finden starke Korrelationen aller Verschuldungsmaße mit Gesundheitszufriedenheit, mentaler Gesundheit und Fettleibigkeit. Wenn wir für unbeobachtbare Heterogenität und umgekehrte Kausalität kontrollieren, finden wir Anhaltspunkte für einen kausalen Einfluss von Haushaltsverschuldung auf die Verschlechterung von physischer und psychischer Gesundheit. Im Gegensatz dazu finden wir jedoch keinen kausalen Effekt auf Fettleibigkeit.

JEL-Classification: D12, D14, I12

Keywords: Debt; health satisfaction; mental health; obesity; fixed-effects

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