Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #228

International Trade and Worker Turnover – Empirical Evidence for Germany

von Daniel Baumgarten

RWI, RGS Econ, 11/2010, 34 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-260-6

download

Zusammenfassung

Auf Basis eines verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensatzes für Deutschland untersucht dieses Papier den Zusammenhang zwischen der Import- und Exporttätigkeit von Betrieben und ihrer Beschäftigungsdynamik. Die deskriptive Analyse zeigt, dass Betriebe, die internationalen Handel betreiben, einen geringeren Beschäftigtenumschlag aufweisen als rein auf den heimischen Markt ausgerichtete Betriebe. Ihre Beschäftigungsverhältnisse sind folglich stabiler. Bedingt auf eine umfangreiche Auswahl an Kontrollvariablen in einer multivariaten Regressionsanalyse ist zudem die Exporttätigkeit positiv mit dem Beschäftigungswachstum korreliert, was überwiegend auf eine geringere Trennungsrate zurückzuführen ist. Dies gilt insbesondere für hochqualifizierte Arbeitnehmer und Trennungen, die in die Nichtbeschäftigung führen. Auf der anderen Seite ist eine Erhöhung der Importtätigkeit negativ mit der Einstellungsrate korreliert. Dies betrifft besonders Einstellungen von geringqualifizierten Arbeitnehmern, die sich nicht in Beschäftigung befinden. Diese Ergebnisse sind ausgeprägter für kleinere Betriebe, und sie verlieren teilweise an statistischer Signifikanz, sobald unbeobachtbare Betriebscharakteristika berücksichtigt werden.

JEL-Classification: F16, J21, J23, J63

Keywords: International trade; worker turnover; job turnover; linked employer-employee data

Hoch