Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #224

The Impact of Demographic Change, Co-morbidity and European Care Policies on the Choice of Care Arrangement

von Annika Meng

UDE, RGS Econ, 11/2010, 32 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-256-9

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Zusammenfassung

Die Literatur hat sich bisher nur mit der Substituierbarkeit von informeller und professioneller,
häuslicher Pflege beschäftigt. Dabei wurden andere beobachtbare und unbeobachtbare Faktoren, die
die Nutzung eines Pflegearrangements beeinflussen, weitestgehend ignoriert. Aber Regressoren, die
den demographischen Wandel und die Entwicklung von Multimorbidität berücksichtigen, sind von
großer Bedeutung, um die zukünftige Entscheidung für ein Pflegearrangement zu prognostizieren. Für
die Betrachtung dieser Determinanten nutze ich SHARE Daten aus dem Jahr 2004, da sie reichhaltige
Informationen zu Krankheiten, Einschränkungen aufgrund der Gesundheit und dem
Gesundheitsverhalten enthalten. Ich schätze Bivariate und Multivariate Probit Modelle, um sowohl
informelle und/oder professionelle Pflege zu Hause, als auch institutionelle Pflege in einem Modell zu
betrachten. Auf unbeobachtbare Faktoren, die all diese Möglichkeiten gleichzeitig beeinflussen, kann
ebenfalls kontrolliert werden. Darüber hinaus nutze ich Informationen zu europäischen
Pflegeausgaben, um deren Effekt auf die Wahl des Pflegearrangements zu bewerten. Simulationen von
unterschiedlichen demographischen Szenarien zeigen, dass die Entwicklung der Anzahl von
Einschränkungen im Alltag (ADL, IADL) entscheidend für die zukünftige Struktur des Pflegemarktes
sein wird.

JEL-Classification: I38, J11, J14

Keywords: Care arrangement choice; multivariate probit model; European care expenditure provision gap

Hoch