Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #204

Effectiveness of Public R&D Subsidies in East Germany – Is it a Matter of Firm Size?

von Janina Reinkowski, Björn Alecke, Timo Mitze und Gerhardt Untiedt

RWI, RUB, 09/2010, 27 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-233-0

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Zusammenfassung

Die Arbeit untersucht den Einfluss von öffentlichen Subventionen auf privatwirtschaftliche Aktivitäten ostdeutscher Unternehmen im Bereich der Forschungs- und Entwicklung (F&E). Mit Hilfe von empirischen Matching-Verfahren kann gezeigt werden, dass geförderte Unternehmen im Untersuchungsjahr 2003 in der Tat eine höhere F&E-Intensität, sowie eine gesteigerte Neigung zu Patentanmeldungen aufweisen. Dabei finden wir im Durchschnitt eine Steigerung in Höhe von 3.7 Prozentpunkten in Bezug auf die F&E-Intensität sowie 21 Prozentpunkten für die Wahrscheinlichkeit einer Patenanmeldung. Diese Ergebnisse bestätigen frühere empirische Ergebnisse für Ostdeutschland. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das ostdeutsche regionale Innovationssystem insbesondere durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) getrieben wird, liegt ein besonderer Fokus der Analyse auf einer expliziten Betrachtung letzterer Teilgruppe, für die in der empirischen Literatur bisher keine Ergebnisse verfügbar sind. Unsere Matching-Ergebnisse zeigen, dass die Effektivität öffentlicher F&E-Programme auch für die Gruppe der KMU gilt. Für sogenannte Mikro-Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten wird der politikinduzierte Effekt in Hinblick auf die private F&E-Intensität dabei am Größten geschätzt.

JEL-Classification: C14, C21, O32, O38

Keywords: Propensity score matching; R&D subsidies; East Germany; SME

Hoch